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La Femme à la fenêtre
Mit einer Fotoexpertise von Jean Perreau, Paris vom 16.4.1991
PROVENIENZ: Bernard Davis, Philadelphia.
Die Abwendung von der kubistischen Formensprache lässt sich sowohl in Zadkines plastischen als auch im malerischen Werk der 20er Jahre beobachten. Statt der hermetischen Bildorganisation aus geometrischen Elementen greift Zadkine im Verlauf der 20er Jahre auf ein deutlich lesbares, gegenständliches Vokabular zurück. So wird die Arbeit 'La Femme à la fenêtre' von weichen, runden Formen und einer zarten Farbigkeit beherrscht. Lediglich die durchgezogenen Linien des Gesichtes lassen sich als Reminiszenz an die simultanperspektivische Bildauffassung des Kubismus lesen. Die auf feine Konturen reduzierte Frontal- und Profilansicht fügen sich hier zu einem Gesicht zusammen. Die weibliche Figur ist mittels Form- und Farbgebung auf subtile Weise zwischen Akt und Halbfigurenporträt angesiedelt. Ihr zu größter Einfachheit gesteigerter, voller Körper beherrscht fast die gesamte Bildfläche. Ähnlich den Figuren Picassos aus seiner 'klassizistischen Phase', liegt etwas Archaisches in der stilisierten Gestalt. Trotz der offensichtlichen Rückkehr zur figurativen Malerei besitzt das Bild eine merkwürdige, der Seherfahrung zuwiderlaufende Verzerrung: Die Hand erinnert in ihrer manierierten Haltung an die berühmte Skulptur 'Stadt ohne Herz', doch beabsichtigt der Künstler in der Gouache keine emotionale Steigerung. Vielmehr betont sie die anmutige Fragilität der Komposition. Der Blick aus dem Fenster ist hier nicht, wie es die kunsthistorische Tradition oft vorgibt, als Symbol der Sehnsucht zu verstehen. Es ist der Blick ins Innere und das direkte Gegenüber von weiblicher Figur und Betrachter, der dem Bild eine Aura der Intimität verleiht.
Gouache und Tusche über Bleistift auf festem, gelblichem Zeichenpapier, 1928
Rechts unten in der Darstellung signiert und datiert. 67 x 46 cm ( 26,3 x 18,1 in). Papier: 70,7 x 51,8 cm (29,9 x 20,4 in).
Herr und Frau Maurice J. Speisere, Philadelphia.
Parke-Bernet Galleries, New York, 26./27. Januar 1944, Lot 115.
Gabrielle Ionesco, Neuilly-Sur-Seine, 7.April 1991, Lot 294.
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