1357
Václav Hanka
Die Königshofer Handschrift, 1829.
Estimate:
€ 200 / $ 230
Sold:
€ 214 / $ 246

(incl. surcharge)
1357
Václav Hanka
Die Königshofer Handschrift, 1829.
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Hanka, W., Königinhofer Handschrift. Sammlung altböhmischer lyrisch-epischer Gesänge, nebst andern alt-böhmischen Gedichten. Verteutscht und mit einer historisch-kritischen Einleitung versehen von W. A. Swonoda. Mit 1 Faksimile. Prag, J. G. Calve 1829. Schlichter Pp. 8vo. XXVIII, 244 S.
Fuld S. 167ff. - Zweite Parallelausgabe in Tschechisch und Deutsch, erschien so erstmals 1819. Diese zweisprachige Ausgabe ist neben der ebenfalls von Hanka verfaßten Grünberger Handschrift eine der berühmtesten literarischen Fälschungen der tschechischen Literaturgeschichte. Enthält 2 lyrisch-epische Dichtungen, 6 Liebeslieder und 6 kurze Epen, die als Fragmente einer alten, aus dem 13. Jh. stammenden Handschrift ausgegeben werden. Sie erhielten großen literar. Einfluß auf die Entwicklung der tschechischen Literatur, so gehen z. B. Smetanas Opern Die Brandenburger in Böhmen und Libussa darauf zurück, M. Ales malte das Foyer des Prager Nationaltheaters mit Helden der Epen aus und Grillparzers Libussas Gedicht baut ebenfalls auf dieser wunderbaren literarischen Fälschung auf. Die angeblich aufgefundenen böhmischen Heldenlieder und Gedichte sollten jedoch auch vor allem "gegen den übermächtigen deutsch-österreichischen Einfluß die Eigenständigkeit der tschechischen Kultur belegen ... Den Nationalisten war es also völlig gleichgültig, ob ihre Heldenlieder echt waren oder nicht, sie sollten nur den taktischen Zweck erfüllen, in der Bevölkerung, die sich um wissenschaftliche Dispute ohnehin nicht kümmerte, zur Bildung eines neuen tschechischen Nationalbewußtseins beizutragen" (Fuld). Die Königinhofer Handschrift wurde in die meisten europ. Sprachen übersetzt (u. a. auch von J. Grimm) und, obwohl bereits früh (1828) von J. Dobrovsky als echt angezweifelt, erst 1860 als Fälschung entlarvt. - Unbeschnitten. Stockfleckig. Einbd. beschabt und fleckig.







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