Tacuinum Sanitatis - Tacuinum Sanitatis. 1533.


17
Tacuinum Sanitatis
Tacuinum Sanitatis. 1533.
Estimate:
€ 7,500 / $ 8,625
Sold:
€ 10,710 / $ 12,316

(incl. surcharge)
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Tacuinum Sanitatis
Tacuinum Sanitatis. 1533.
Estimate:
€ 7,500 / $ 8,625
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€ 10,710 / $ 12,316

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Ibn Botlan (Abu'l-Hasan al-Muchtar), Schachtafelen der Gesuntheyt ... verteütscht durch D. Michael Hero. Mit blattgr. Textholzschnitt (Totentanz) von H. Wechtlin, zahlr. figürl. Holzschnitt-Bordüren (tlw. wdh.) und -Initialen sowie 40 Holzschnitt-Bildleisten von Hans Weiditz. Straßburg, Joh. Schott 1533. Neuer Pgt. Folio. 2 Bll., 252 (recte 256) röm. num. S., 4 Bll.
VD 16, M 6776. - BM STC, German Books S. 635. - Schmidt, Schott 127. - Muller II, 93, 207. - Hirsch/Hüb. I, 176. - Choulant S. 369. - Wellcome I, 1998. - Durling 2522. - Waller 2739. - Weiss 906. - Horn/Arndt 1 (unvollst.). - Nissen, Kräuterb. S. 40 Anm. - Diese Ausgabe nicht bei Adams, Kristeller, Vicaire und Simon (Bibl. Bacch.). - Sehr seltene erste deutsche Ausgabe des Tacuinum Sanitatis, eines der schönsten Gesundheitsbücher des Mittelalters. - Die Schachtafelen gehen zurück auf die Gesundheitstabellen des arabischen Arztes Ibn Botlan und enthalten das gesamte medizinische Wissen der Zeit um das Jahr 1000. Im 13. Jh. entstand eine lateinische Version des Werkes unter dem Titel Tacuinum Sanitatis, das sich großer Beliebtheit erfreute und in ganz Europa Verbreitung fand. Die vorliegende erste deutsche Übersetzung stammt von dem Straßburger Arzt und Schriftsteller Michael Herr (gest. 1550), der auch mit Otto Brunfels befreundet war und nach dessen Tode den 2. Teil des Contrafeyt Kreüterbuch herausgab. - Bei den schachbrettartigen Tafeln handelt es sich um eine Art Synopsis der Hygiene und Makrobiotik in Tabellenform, wobei auf Grundlage der antiken Säftelehre 280 Medikamente, Lebensmittel, Tiere, Winde, Arten des Wassers, Jahreszeiten und andere Umweltfaktoren nach ihren Auswirkungen auf die vier Menschtentypen geordnet und ihre positiven und negativen Einflüsse beschrieben werden (vgl. Biedermann, Medicina Magica S. 23ff.) - Der prächtige große Holzschnitt von Wechtlin zeigt den Knochenmann mit Sanduhr erhöht auf einem Baum sitzend und rings umher Menschen, die lasterhaften Lebensarten anhängen, wie Saufen, Huren, Spielen, Wucher treiben etc. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die friesartigen Holzschnitte von Weiditz. Sie zeigen in einer Fülle von Details und Kleindarstellungen versch. Speisen, Tiere und Pflanzen sowie Menschen bei typischen Tagesgeschäften und allzumenschlichen Tätigkeiten, die zusammengenommen ein kleines Sittenbild des 16. Jhs. ergeben. "Da die arabische Weisheit im deutschen Kleide erscheint, läßt sie uns Zu- und Verrichtungen mit Augen sehen, die mit Worten zu beschreiben kein heimischer Autor der Zeit Gelegenheit gefunden hätte" (Röttinger 114). - Zwischen S. LXXXI und LXXXII sind 4 S. nicht paginiert. - 1 Lage (S. 17-24) verbunden. - Tlw. geringfüg. fingerfleckig, im unt. weißen Rand mit unbedeut. Wurmspur (letzte 2 Bll. etw. deutlicher) und tlw. gering wasserrandig. Insgesamt schönes Exemplar.
Very rare first German edition of this famous Arabic regimen, translated by the physician and author Michael Herr. Ibn Botlan "sought to verify, extend, and correct the heritage of the Ancients" (DSB II, 619). Contains 1 fullpage woodcut by H. Wechtlin (death of dance), numerous woodcut borders and initials, as well as 40 elaborate woodcut borders by H. Weiditz forming early still-lifes of fruits, cereals, vegetables, dice, goblets, animals, fishes and scenes of daily life. Mod. vellum. - 1 quire (p. 17-24) misbound. - Partly minor fingerstaining, lower margin with neglegible wormtrace (last 2 leaves some more), marginal waterstaining in places. Fine copy.







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