Sale: 605 / Day Sale, June 13. 2026 in Munich → Lot 126000026
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126000026
Erich Heckel
Heckenrosen, 1926.
Oil on canvas
Estimate:
€ 70,000 - 90,000
$ 80,500 - 103,500
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
126000026
Erich Heckel
Heckenrosen, 1926.
Oil on canvas
Estimate:
€ 70,000 - 90,000
$ 80,500 - 103,500
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
Erich Heckel
1883 - 1970
Heckenrosen. 1926.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten monogrammiert und datiert. Verso auf der Leinwand signiert und datiert. Auf dem Keilrahmen zusätzlich signiert, datiert und betitelt. 80 x 70 cm (31,4 x 27,5 in). [CH].
• Bereits in den 1930er Jahren erstmals ausgestellt und in den darauffolgenden Jahrzehnten mehrfach ausgestellt und publiziert.
• Seit 1989 Teil einer Schweizer Privatsammlung.
• Entstanden 1926 in Heckels Berliner Atelierwohnung, deren malerische Wandgestaltung Heckel in einzelne seiner Werke integriert.
• Mit der besonders farbintensiven Verbindung aus klassischem Blumenstillleben und grisailleartigem, fast skulpturalem Wandgemälde im Hintergrund präsentiert sich Heckel hier als Meister seines Faches.
• Vergleichbare Blumenstillleben des Künstlers befinden sich u. a. in der Hamburger Kunsthalle und im Hessischen Landesmuseum, Darmstadt (einige weitere Stillleben dieser Zeit zerstört, siehe WVZ Hüneke).
Wir danken Renate Ebner, Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen am Bodensee, für die freundliche wissenschaftliche Beratung.
PROVENIENZ: Galerie Ferdinand Möller, Köln.
Erich Heckel, Hemmenhofen.
Galerie Roman Norbert Ketterer, Campione d'Italia (1965).
Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen.
Galleria Henze, Campione d'Italia (1989 vom Vorgenannten erworben).
Privatsammlung Schweiz (1989 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Erich Heckel, Galerie Ferdinand Möller, Berlin, November 1930, Kat.-Nr. 2.
Erich Heckel, Bilder aus den Jahren 1906-1930, Städtisches Museum, Chemnitz, 18.3.-30.4.1931, Kat.-Nr. 73 (m. Abb.).
Erich Heckel, Galerie Ferdinand Möller, Berlin, 22.4.-8.6.1934, Kat.-Nr. 1.
Erich Heckel, Kestner Gesellschaft, Hannover, 3.10.-3.11.1935, Kat.-Nr. 11.
Erich Heckel, Kunstverein, Freiburg i. Breisgau, 1950; Kunsthalle Mannheim, 1950, Kat.-Nr. 21.
Die alten Meister der modernen Kunst in Deutschland I, Galerie Ferdinand Möller, Köln, 15.11.1951-15.1.1952, Kat.-Nr. 16.
Erich Heckel. Zur Vollendung des siebenten Lebensjahrzehntes, Museum Folkwang, Essen, 1953; Heidelberg 1953; Westfälisches Landesmuseum, Münster, 18.7.-15.9.1953, Kat.-Nr. 62.
Erich Heckel, Städtisches Museum, Duisburg, 20.7.-1.9.1957, Kat.-Nr. 45.
Erich Heckel. Gemälde, Aquarelle, Graphik 1912-1961, Wessenberghaus, Kunstverein Konstanz, 8.10.-19.11.1961, Kat.-Nr. 10.
Erich Heckel, Fränkische Galerie, Nürnberg, 10.1.-9.2.1964; Kunst- und Gewerbeverein, Pforzheim, 8.3.-5.4.1964, Kat.-Nr. 14.
Erich Heckel, Galerie Wolfgang Ketterer, München, 26.2.-17.4.1966; Kunstverein Hannover, 8.5.-5.6.1966; Galerie Roman Norbert Ketterer, Campione d'Italia, 1.7.-Aug. 1966, Kat.-Nr. 154.
Erich Heckel, Galleria Henze, Campione d'Italia, 1979, Kat.-Nr. 7.
Moderne Kunst, Galleria Henze, Campione d'Italia, 1985, Kat.-Nr. 21.
LITERATUR: Andreas Hüneke, Erich Heckel. Werkverzeichnis der Gemälde, Wandbilder und Skulpturen, Bd. II (1919-1964), München 2017, WVZ-Nr. 1926-26 (m. Abb.) und zusätzlich S. 421 (m. Abb.).
Paul Vogt, Erich Heckel, Recklinghausen 1965, WVZ-Nr. 1926/19.
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Janina Dahlmanns, Erich Heckels Werk der Zwischenkriegsjahre 1919-1937, Hamburg 2016, S. 209f.
1883 - 1970
Heckenrosen. 1926.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten monogrammiert und datiert. Verso auf der Leinwand signiert und datiert. Auf dem Keilrahmen zusätzlich signiert, datiert und betitelt. 80 x 70 cm (31,4 x 27,5 in). [CH].
• Bereits in den 1930er Jahren erstmals ausgestellt und in den darauffolgenden Jahrzehnten mehrfach ausgestellt und publiziert.
• Seit 1989 Teil einer Schweizer Privatsammlung.
• Entstanden 1926 in Heckels Berliner Atelierwohnung, deren malerische Wandgestaltung Heckel in einzelne seiner Werke integriert.
• Mit der besonders farbintensiven Verbindung aus klassischem Blumenstillleben und grisailleartigem, fast skulpturalem Wandgemälde im Hintergrund präsentiert sich Heckel hier als Meister seines Faches.
• Vergleichbare Blumenstillleben des Künstlers befinden sich u. a. in der Hamburger Kunsthalle und im Hessischen Landesmuseum, Darmstadt (einige weitere Stillleben dieser Zeit zerstört, siehe WVZ Hüneke).
Wir danken Renate Ebner, Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen am Bodensee, für die freundliche wissenschaftliche Beratung.
PROVENIENZ: Galerie Ferdinand Möller, Köln.
Erich Heckel, Hemmenhofen.
Galerie Roman Norbert Ketterer, Campione d'Italia (1965).
Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen.
Galleria Henze, Campione d'Italia (1989 vom Vorgenannten erworben).
Privatsammlung Schweiz (1989 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Erich Heckel, Galerie Ferdinand Möller, Berlin, November 1930, Kat.-Nr. 2.
Erich Heckel, Bilder aus den Jahren 1906-1930, Städtisches Museum, Chemnitz, 18.3.-30.4.1931, Kat.-Nr. 73 (m. Abb.).
Erich Heckel, Galerie Ferdinand Möller, Berlin, 22.4.-8.6.1934, Kat.-Nr. 1.
Erich Heckel, Kestner Gesellschaft, Hannover, 3.10.-3.11.1935, Kat.-Nr. 11.
Erich Heckel, Kunstverein, Freiburg i. Breisgau, 1950; Kunsthalle Mannheim, 1950, Kat.-Nr. 21.
Die alten Meister der modernen Kunst in Deutschland I, Galerie Ferdinand Möller, Köln, 15.11.1951-15.1.1952, Kat.-Nr. 16.
Erich Heckel. Zur Vollendung des siebenten Lebensjahrzehntes, Museum Folkwang, Essen, 1953; Heidelberg 1953; Westfälisches Landesmuseum, Münster, 18.7.-15.9.1953, Kat.-Nr. 62.
Erich Heckel, Städtisches Museum, Duisburg, 20.7.-1.9.1957, Kat.-Nr. 45.
Erich Heckel. Gemälde, Aquarelle, Graphik 1912-1961, Wessenberghaus, Kunstverein Konstanz, 8.10.-19.11.1961, Kat.-Nr. 10.
Erich Heckel, Fränkische Galerie, Nürnberg, 10.1.-9.2.1964; Kunst- und Gewerbeverein, Pforzheim, 8.3.-5.4.1964, Kat.-Nr. 14.
Erich Heckel, Galerie Wolfgang Ketterer, München, 26.2.-17.4.1966; Kunstverein Hannover, 8.5.-5.6.1966; Galerie Roman Norbert Ketterer, Campione d'Italia, 1.7.-Aug. 1966, Kat.-Nr. 154.
Erich Heckel, Galleria Henze, Campione d'Italia, 1979, Kat.-Nr. 7.
Moderne Kunst, Galleria Henze, Campione d'Italia, 1985, Kat.-Nr. 21.
LITERATUR: Andreas Hüneke, Erich Heckel. Werkverzeichnis der Gemälde, Wandbilder und Skulpturen, Bd. II (1919-1964), München 2017, WVZ-Nr. 1926-26 (m. Abb.) und zusätzlich S. 421 (m. Abb.).
Paul Vogt, Erich Heckel, Recklinghausen 1965, WVZ-Nr. 1926/19.
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Janina Dahlmanns, Erich Heckels Werk der Zwischenkriegsjahre 1919-1937, Hamburg 2016, S. 209f.
Nach Ende des Krieges mieten Siddi und Erich Heckel im Dezember 1919 eine Atelierwohnung im Dachgeschoss eines Hauses in der Emser Straße in Berlin-Wilmersdorf, sie wird bis 1943 zum Hauptwohnsitz. Die kahlen Wände beschließt Heckel u. a. mit Stoffen sowie mit figürlichen und ornamentalen Wandmalereien auszugestalten, wovon sich leider keinerlei Berichte von Besuchern oder Fotografien erhalten haben. Allein Heckels ursprüngliche Entwürfe sowie vereinzelte Aquarelle und Gemälde wie das hier angebotenen Stillleben dokumentieren die im Zweiten Weltkrieg, genauer am 30. Januar 1944, zerstörte Ausgestaltung des Ateliers. In diesem Gemälde kommt ein Teil der Sockelzone zur Darstellung: auf dunklem Grund sind hier in einer grisailleartigen Malerei fast skulptural ausgeführte Figuren zu erkennen, ein Detail des Interieurs, das sich in Heckels Werken ansonsten noch in dem Gemälde "Tulpen" (WVZ Hüneke 1926-23) wiederfindet. Hierbei könnte es sich laut des Werkverzeichnisses um eine Stoffbespannng handeln, die aus der früheren Atelierwohnung in der Mommsenstraße übernommen wurde. Ein anderer Bereich der Sockelzone zeigt auf hellem Grund gestaltete Figuren sowie ornamental abstrahierte Pflanzen und wird oben von einem breiten roten Streifen abgeschlossen, festgehalten bspw. in den Gemälden "Amaryllis" (1927, bis 2023 Sammlung Hermann Gerlinger) und "Schlafende Frau" (1932, Kunsthalle Mannheim).
"Im Prinzip sind es die klassischen Bildthemen, nämlich Porträt, Stillleben und Landschaft, denen sich Heckel ein ganzes Leben lang zuwendet und denen er auf akribische Weise immer neue Ausdrucksvarianten abgewinnen kann", schreibt die Kunsthistorikerin und ehemalige Direktorin des Brücke-Museums Magdalena M. Moeller (Zu Heckels Werk der 20er Jahre, in: Ausst.-Kat. Erich Heckel. Sein Werk der 20er Jahre, Brücke-Museum, Berlin, München 2004, S. 10).
"Bezeichnend für Heckels Stil der 20er Jahre ist […] die Klarheit, die geordnete präzise Form sowie die darin implizierte Ruhe und Stille der Dinge – Ausdrucksmittel, mit denen er sich den stilistischen Ambitionen der Künstler der Neuen Sachlichkeit annähert […]." (Ebd., S. 11) So findet sich in seinen Arbeiten der 1920er Jahre eine größere Naturnähe und Objektivität, eine neue Ordnung des Bildes mit reduzierten, klar strukturierten Kompositionen, beruhigten Formen und zarteren Farben, während er an seinen altbewährten Motiven und klassischen Bildthemen festhält. Ähnlich wie seine neusachlichen Künstlerkollegen schafft Heckel nun ganz bewusst konstruierte Kompositionen, mit denen er die Natur verändert, reduziert und nach seinen künstlerischen Prinzipien gestaltet. Trotz der deutlich zurückgenommenen, klaren und geordneten Bildsprache, den vereinfachten Formen und warmen, beruhigten Farben schafft der Künstler hier ein Stillleben mit spannenden Irritationsmomenten, das sich nicht eindeutig entziffern lassen: ein lineares Gebilde in der rechten Bildhälfte deutet womöglich eine Vertäfelung, ein Gemälde oder eine Pinnwand an, links ist ein modernes geometrisches Muster auszumachen, das womöglich auf eine hellblaue Gardine oder Wandbespannung hinweisen soll.
Der Künstler beschreibt hier zum einen seine ganz persönliche Lebenswelt – seine Atelierwohnung, die Möbel und Gegenstände seines Haushalts – zugleich kommen aber seine Profession und sein malerisches Können zur Darstellung und damit seine ganz eigene künstlerische Position innerhalb der facettenreichen Kunstlandschaft der Zwischenkriegsjahre. [CH]
"Im Prinzip sind es die klassischen Bildthemen, nämlich Porträt, Stillleben und Landschaft, denen sich Heckel ein ganzes Leben lang zuwendet und denen er auf akribische Weise immer neue Ausdrucksvarianten abgewinnen kann", schreibt die Kunsthistorikerin und ehemalige Direktorin des Brücke-Museums Magdalena M. Moeller (Zu Heckels Werk der 20er Jahre, in: Ausst.-Kat. Erich Heckel. Sein Werk der 20er Jahre, Brücke-Museum, Berlin, München 2004, S. 10).
"Bezeichnend für Heckels Stil der 20er Jahre ist […] die Klarheit, die geordnete präzise Form sowie die darin implizierte Ruhe und Stille der Dinge – Ausdrucksmittel, mit denen er sich den stilistischen Ambitionen der Künstler der Neuen Sachlichkeit annähert […]." (Ebd., S. 11) So findet sich in seinen Arbeiten der 1920er Jahre eine größere Naturnähe und Objektivität, eine neue Ordnung des Bildes mit reduzierten, klar strukturierten Kompositionen, beruhigten Formen und zarteren Farben, während er an seinen altbewährten Motiven und klassischen Bildthemen festhält. Ähnlich wie seine neusachlichen Künstlerkollegen schafft Heckel nun ganz bewusst konstruierte Kompositionen, mit denen er die Natur verändert, reduziert und nach seinen künstlerischen Prinzipien gestaltet. Trotz der deutlich zurückgenommenen, klaren und geordneten Bildsprache, den vereinfachten Formen und warmen, beruhigten Farben schafft der Künstler hier ein Stillleben mit spannenden Irritationsmomenten, das sich nicht eindeutig entziffern lassen: ein lineares Gebilde in der rechten Bildhälfte deutet womöglich eine Vertäfelung, ein Gemälde oder eine Pinnwand an, links ist ein modernes geometrisches Muster auszumachen, das womöglich auf eine hellblaue Gardine oder Wandbespannung hinweisen soll.
Der Künstler beschreibt hier zum einen seine ganz persönliche Lebenswelt – seine Atelierwohnung, die Möbel und Gegenstände seines Haushalts – zugleich kommen aber seine Profession und sein malerisches Können zur Darstellung und damit seine ganz eigene künstlerische Position innerhalb der facettenreichen Kunstlandschaft der Zwischenkriegsjahre. [CH]
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