Sale: 604 / Rare Books, May 18. 2026 in Hamburg → Lot 425000772
425000772
Ernst Jünger
3 eigh Briefe u, 2 eigh. Karten sowie 1 Karte an Julien Gracq, 1952-1980.
Estimate: € 1,000 / $ 1,150
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
425000772
Ernst Jünger
3 eigh Briefe u, 2 eigh. Karten sowie 1 Karte an Julien Gracq, 1952-1980.
Estimate: € 1,000 / $ 1,150
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
Ernst Jünger
Schriftsteller, 1895-1998. 3 maschinenschriftliche Briefe und 2 eigenhändige Postkarten mit Unterschrift "Ernst Jünger". Mit 4 adressierten Umschlägen. Wilfingen, 27. November 1952 bis 24. November 1975. Zus. ca. 3 S. ca. 30 : 21 cm und 2 Karten.
Brieffolge an den literarisch Vewandten Julien Gracq, einen Außenseiter der französischen Literatur, der Jünger als einen 'Anreger' betrachtet.
Der erste Brief der Sammlung (27. Nov. 1952) ist ein früher in der Freundschaft beider Schriftsteller, in dem Jünger noch begründet, warum er auf Deutsch und mit Schreibmaschine schreibt. Jünger preist Gracqs einzigartige Prosa: ".. einige (Freunde) sind der Meinung, daß Sie die beste Prosa schreiben unter allen Ihren lebenden Landsleuten ..Ich weiß aber, daß Sie zu den Autoren zählen, die sich so sehr unterscheiden von ihren Vorgängern, daß man bislang noch keinen Namen für sie gefunden hat .." Er kündigt einen Parisbesuch an und schreibt am Ende handschriftlich auf Französisch, daß er Gracq mit dem gleichen Boten die deutsche Fassung von Falaises de Marbre (Marmorklippen) zukommen läßt.
Am 1. Juli 1961 bedankt sich Jünger für das zugesendete Buch (vermutlich Un balcon en fôret) , das ihre gemeinsame Vorliebe für Poe und Lautramont zeigt. Jünger bietet an, eine deutsche Übersetzung über seinen Verleger Klett zu vermitteln, letztlich erscheint das Werk jedoch 1960 im Fischer-Verlag.
In einem langen Brief vom 22. Nov. 1967 bedankt Jünger sich für die zugesendeten Lettrines . Er beklagt die "Amerikanisierung und Fellachisierung der Literatur", zitiert Heidegger ("Die Sprache ist das Haus des Seins") und diskutiert Gracqs scharfe Urteile (z. B. über Napoléon III. und die Türken). Sein Gegenargument: ".. Aber Napoléon kann sich doch gegenüber Rochefort oder Boulenger sehen lassen, wie überhaupt gegenüber der Dritten Republik, und die türkischen Greul verblassen neben vielen anderen, wie gegenüber der Ausrottung der Indianer in Nord- und Südamerika". Am Ende des Briefes ist ein getrocknetes Blatt mit Klebefilm montiert.
Eine von Jünger beidseitig beschriebe Postkarte (Nov. 1970; mit Porträt Jüngers von Stefan Moses) mit einem Nietzsche-Titel: Der Wanderer und sein Schatten und mit Erläuterungen zum Begriff Wandern auf Französisch. Mit der letzten Postkarte vom Nov. 1975 (Aufdruck mit einem Kleinschmetterling, der laut Bezeichnung ihm gewidmet wurde), berichtet Jünger in Frz. von seinen weiteren Projekten.
Dabei: 1 maschinenschriftliche Postkarte von Armin Mohler im Auftrag Ernst Jüngers an Julie Gracq. Wilfingen, 29. Nov. 1952. - Der Sekretär schreibt in Französisch, daß Jünger zwar des Französisch mächtig ist, aber nicht in der Sprache schreiben möchte, um sich nicht mißverständlich auszudrücken. Er hofft darauf, daß Gracq einen Freund hat, der ihm den Brief übersetzen kann. Zudem bittet er um eine Meinung zur Übersetzung der Héliopolis .
Correspondence to his literary ally Julien Gracq, an outsider in French literature who considered Jünger an 'inspirer'. 3 typewritten letters and 2 autograph postcards signed "Ernst Jünger". With 4 addressed envelopes. Wilfingen, November 27, 1952 to November 24, 1975. Ca. 3 pages in total. Ca. 30 : 21 cm and 2 cards. - 1 addition (postcard by Jüngers secetary Armin Mohler).
Schriftsteller, 1895-1998. 3 maschinenschriftliche Briefe und 2 eigenhändige Postkarten mit Unterschrift "Ernst Jünger". Mit 4 adressierten Umschlägen. Wilfingen, 27. November 1952 bis 24. November 1975. Zus. ca. 3 S. ca. 30 : 21 cm und 2 Karten.
Brieffolge an den literarisch Vewandten Julien Gracq, einen Außenseiter der französischen Literatur, der Jünger als einen 'Anreger' betrachtet.
Der erste Brief der Sammlung (27. Nov. 1952) ist ein früher in der Freundschaft beider Schriftsteller, in dem Jünger noch begründet, warum er auf Deutsch und mit Schreibmaschine schreibt. Jünger preist Gracqs einzigartige Prosa: ".. einige (Freunde) sind der Meinung, daß Sie die beste Prosa schreiben unter allen Ihren lebenden Landsleuten ..Ich weiß aber, daß Sie zu den Autoren zählen, die sich so sehr unterscheiden von ihren Vorgängern, daß man bislang noch keinen Namen für sie gefunden hat .." Er kündigt einen Parisbesuch an und schreibt am Ende handschriftlich auf Französisch, daß er Gracq mit dem gleichen Boten die deutsche Fassung von Falaises de Marbre (Marmorklippen) zukommen läßt.
Am 1. Juli 1961 bedankt sich Jünger für das zugesendete Buch (vermutlich Un balcon en fôret) , das ihre gemeinsame Vorliebe für Poe und Lautramont zeigt. Jünger bietet an, eine deutsche Übersetzung über seinen Verleger Klett zu vermitteln, letztlich erscheint das Werk jedoch 1960 im Fischer-Verlag.
In einem langen Brief vom 22. Nov. 1967 bedankt Jünger sich für die zugesendeten Lettrines . Er beklagt die "Amerikanisierung und Fellachisierung der Literatur", zitiert Heidegger ("Die Sprache ist das Haus des Seins") und diskutiert Gracqs scharfe Urteile (z. B. über Napoléon III. und die Türken). Sein Gegenargument: ".. Aber Napoléon kann sich doch gegenüber Rochefort oder Boulenger sehen lassen, wie überhaupt gegenüber der Dritten Republik, und die türkischen Greul verblassen neben vielen anderen, wie gegenüber der Ausrottung der Indianer in Nord- und Südamerika". Am Ende des Briefes ist ein getrocknetes Blatt mit Klebefilm montiert.
Eine von Jünger beidseitig beschriebe Postkarte (Nov. 1970; mit Porträt Jüngers von Stefan Moses) mit einem Nietzsche-Titel: Der Wanderer und sein Schatten und mit Erläuterungen zum Begriff Wandern auf Französisch. Mit der letzten Postkarte vom Nov. 1975 (Aufdruck mit einem Kleinschmetterling, der laut Bezeichnung ihm gewidmet wurde), berichtet Jünger in Frz. von seinen weiteren Projekten.
Dabei: 1 maschinenschriftliche Postkarte von Armin Mohler im Auftrag Ernst Jüngers an Julie Gracq. Wilfingen, 29. Nov. 1952. - Der Sekretär schreibt in Französisch, daß Jünger zwar des Französisch mächtig ist, aber nicht in der Sprache schreiben möchte, um sich nicht mißverständlich auszudrücken. Er hofft darauf, daß Gracq einen Freund hat, der ihm den Brief übersetzen kann. Zudem bittet er um eine Meinung zur Übersetzung der Héliopolis .
Correspondence to his literary ally Julien Gracq, an outsider in French literature who considered Jünger an 'inspirer'. 3 typewritten letters and 2 autograph postcards signed "Ernst Jünger". With 4 addressed envelopes. Wilfingen, November 27, 1952 to November 24, 1975. Ca. 3 pages in total. Ca. 30 : 21 cm and 2 cards. - 1 addition (postcard by Jüngers secetary Armin Mohler).
Headquarters
Joseph-Wild-Str. 18
81829 Munich
Phone: +49 89 55 244-0
Fax: +49 89 55 244-177
info@kettererkunst.de
Louisa von Saucken / Undine Schleifer
Holstenwall 5
20355 Hamburg
Phone: +49 40 37 49 61-0
Fax: +49 40 37 49 61-66
infohamburg@kettererkunst.de
Dr. Simone Wiechers / Nane Schlage
Fasanenstr. 70
10719 Berlin
Phone: +49 30 88 67 53-63
Fax: +49 30 88 67 56-43
infoberlin@kettererkunst.de
Cordula Lichtenberg
Gertrudenstraße 24-28
50667 Cologne
Phone: +49 221 510 908-15
infokoeln@kettererkunst.de
Hessen
Rhineland-Palatinate
Miriam Heß
Phone: +49 62 21 58 80-038
Fax: +49 62 21 58 80-595
infoheidelberg@kettererkunst.de
We will inform you in time.




