48
Johann Friedrich Schweser
Geldmangel in Teutschlande., 1700.
Estimate:
€ 3,000 / $ 3,450
Sold:
€ 3,000 / $ 3,449

(incl. surcharge)
48
Johann Friedrich Schweser
Geldmangel in Teutschlande., 1700.
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€ 3,000 / $ 3,450
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[Schweser, Johann Friedrich], Der Gott und Menschen wohlgefällige Christliche Kauffmann, Stellet .. vor, die Ursache der grossen Armuth und den entsetzlichen Geldmangel im Teutschlande. 3 Tle. in 1 Bd. Mit 18 (16 gefalt.) Kupfertafeln und 1 Textholzschnitt. O. O. u. Dr., "gedruckt im Jahr, da Angst und Noth am grösten war" [ca. 1720]. HLdr. d. Zt. mit RSch. 17,5 : 10 cm.

Seltenes merkantilistisches und kulturgeschichtlich höchst interessantes Werk , erschien erstmals Bayreuth 1664 unter dem Titel Geldmangel in Teutschlande (der vollständige Titel mit dem Pseudonym Gottlieb Warmund wird in vorliegender Ausgabe auf dem letzten Blatt der Vorstücke zitiert). - Die Autorschaft scheint nach mehreren falschen und unsicheren Zuschreibungen inzwischen geklärt zu sein (vgl. VD 17 zur Originalausgabe). Der Jurist Johann Friedrich Schweser (1606-1681), Hofrat in Bayreuth, behandelt im wiederaufgelegten Hauptteil die wirtschaftliche Lage in Deutschland nach dem Dreißigjährigen Krieg und führt über zwanzig Gründe für den Geldmangel an, vom Krieg und seinen Begleiterscheinungen über das Justizwesen, schlechte Kindererziehung, übermäßige Steuern, schlecht eingerichtete Bergwerke, Verschwendung, Ausfuhr des Geldes, Falschmünzerei, Wucher und Zersplitterung der Fürstentümer. Die beiden neu hinzugekommenen, mit Kupfern illustriertenTeile behandeln eher kriminelle Aspekte, darunter Kornschinder, Goldmacher und Silberscheider, Gewissen-losen Banquerouttierer, falsche Müntzer, Kipper und Wipper bis zu den Räubern, Mördern und Spitzbuben . Das Kapitel über die Juden behandelt auch Sabbatai Zwi (mit Kupfern, auf einem zusammen mit dem Quäker James Naylor). Interessant auch ein Glossar des Rotwelschen (Feld-Sprach der Räuber ) und ein Abschnitt Von dem schändlichen Betrug, so bey den Auctionen der Bücher vorgehet (!). Die Tafeln teilweise mit drastischen Darstellungen von Hinrichtungen. Das Porträt des "Goldmachers" Georg Hanauer und die Darstellung seines Leichnams als eine Tafel gezählt. - Kollation: Doppelblattgr. Titel, 24 Bll., 831 S.; doppelblattgr. Titel, 4 S., 2 Bll., S. 5-8, 368 S.; doppelblattgr. Titel, 28, 320 S. - Zustand: Kl. Hinterlegung und Stempelrasur auf dem ersten Doppeltitel, letztes Bl. mit Randabschnitt im Fußsteg. Einbd. neu aufgebunden, Vorsätze erneuert, Rücken mit kl. Läsuren (restauriert). Guterhaltenes, innen sauberes Exemplar.

Vgl. zur EA 1664: Kress S.1268. - Humpert 65 und 10979. - Dünnhaupt 1521, 9 (unter Francisci).

Second enlarged edition (first publ. 1664) of this rare and highly interesting mercantilistic work. 3 parts in 1 vol. With 17 (11 folding) copperplates. Contemp. half calf (restored). - First double title with small erasure, last leaf with marginal section at food, endpapers renewed. Well-preserved, inside clean copy.






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