
692
Ricarda Huch
2 Briefe und 1 masch. Text. 1946.
Estimate:
€ 300 / $ 345 Sold:
€ 264 / $ 303 (incl. surcharge)
692
Ricarda Huch
2 Briefe und 1 masch. Text. 1946.
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€ 300 / $ 345 Sold:
€ 264 / $ 303 (incl. surcharge)
Huch, Ricarda, Schriftstellerin, 1864-1947. 2 eigh. Briefe und 1 masch. Text m. U. Jena, 13. IV. und 8. VI. 1946. 3 1/2 S. 8to. und Quer-8to.
Zwei Schreiben an Nora Schadow (siehe die Hesse-Lose aus der Sammlung Schadow) und ein masch. Vorlage zu einem Zeitungsartikel. Unter anderem äußert sich die 82jährigen Schrifstellerin über Aussagen von Hermann Hesse über das nationalsozialistische Deutschland. Hesse hatte nach Ende des zweiten Weltkrieges mehrfach in Form von offenen Briefen Stellung bezogen, tlw. mit gegensätzlichen Ansichten. ".. Leider wurden mir kürzlich ein paar Briefe von Hermann Hesse zugestellt, die mir garnicht gefielen. Ich fand es recht traurig, daß er es schriebe. Diejenigen, die das letzte Jahrzehnt außerhalb Deutschlands zugebracht haben, täten besser, sich garnicht über unsere Angelegenheiten zu äußern .." (8. VI. 46) Vermutlich bezieht sich Ricarda Huch auf Hesses Brief an Luise Rinser, im Frühjahr 1946 geschrieben und in zahlr. Tageszeitungen als Offener Brief gedruckt. Hesse spricht darin Opportunismus und Mitläufertum an. Ricarda Huchs Enttäuschung erklärt sich wahrscheinlich daraus, daß sie Hesse noch kurz zuvor als Reaktion auf ganz anderslautende Äußerungen in einem Offenen Brief in der Hessischen Zeitung mit viel Emphatie für seine "Worte des Trostes" gedankt hatte, die "nach dem Zusammenbruch vom Ausland her uns Deutschen nicht weh- sondern wohlgetan haben". (masch. Typoskript anbei).
Zwei Schreiben an Nora Schadow (siehe die Hesse-Lose aus der Sammlung Schadow) und ein masch. Vorlage zu einem Zeitungsartikel. Unter anderem äußert sich die 82jährigen Schrifstellerin über Aussagen von Hermann Hesse über das nationalsozialistische Deutschland. Hesse hatte nach Ende des zweiten Weltkrieges mehrfach in Form von offenen Briefen Stellung bezogen, tlw. mit gegensätzlichen Ansichten. ".. Leider wurden mir kürzlich ein paar Briefe von Hermann Hesse zugestellt, die mir garnicht gefielen. Ich fand es recht traurig, daß er es schriebe. Diejenigen, die das letzte Jahrzehnt außerhalb Deutschlands zugebracht haben, täten besser, sich garnicht über unsere Angelegenheiten zu äußern .." (8. VI. 46) Vermutlich bezieht sich Ricarda Huch auf Hesses Brief an Luise Rinser, im Frühjahr 1946 geschrieben und in zahlr. Tageszeitungen als Offener Brief gedruckt. Hesse spricht darin Opportunismus und Mitläufertum an. Ricarda Huchs Enttäuschung erklärt sich wahrscheinlich daraus, daß sie Hesse noch kurz zuvor als Reaktion auf ganz anderslautende Äußerungen in einem Offenen Brief in der Hessischen Zeitung mit viel Emphatie für seine "Worte des Trostes" gedankt hatte, die "nach dem Zusammenbruch vom Ausland her uns Deutschen nicht weh- sondern wohlgetan haben". (masch. Typoskript anbei).
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