Peter Martin Lampel - Mappe mit 15 Zeichnungen. 1938-41.


1062
Peter Martin Lampel
Mappe mit 15 Zeichnungen. 1938-41.
Estimate:
€ 800 / $ 920
Sold:
€ 1,116 / $ 1,283

(incl. surcharge)
1062
Peter Martin Lampel
Mappe mit 15 Zeichnungen. 1938-41.
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Lampel, P. M. - 15 (11 farb., 14 monogr.) Orig.-Zeichnungen in Pastell, Tusche, Blei, Buntstift und Wachsstift. Ca. 1938 bis ca. 1951. Lose Bll. (4 in Passepartout, 1 mont.) in priv. Pp.-Mappe mit mont. Titelschild und silberfarb. mont. Monogramm des Künstlers "P. M. L.". Bildformat: ca. 21 : 15,5 und 40,5 : 26,5 cm.

Präzise beobachtete und feinfühlig gestalte Porträts des Malers, Erzählers und Dramatikers P. M. Lampel. - Lampel (1894-1965) studierte in den 20er Jahren zunächst Theologie, Philosophie sowie Staats- und Rechtswissenschaften und ließ sich nebenbei zum Kunstmaler ausbilden. In seinen Theaterstücken, z. B. Revolte im Erziehungshaus oder Pennäler, setzte sich Lampel öffentlichkeitswirksam mit den brutalen Erziehungsmethoden, sexuellen Übergriffen an Jugendlichen sowie mit der Diskriminierung von Homosexuellen auseinander. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden Lampels gesellschaftskritische Schriften verboten, nach einer Inhaftierung wegen seiner Homosexualität emigrierte der Künstler 1936 zunächst in die Schweiz, dann nach Niederländisch-Indien. Dort entstanden einige der vorlieg. Jungenporträts, u. a. Tropican European , Araberboy und Javanischer Kellner Hotel des Inde: "Mit Porträts malte er sich seinen Weg von der Schweiz über den Balkan, Ägypten, Java, Bali, Australien, bis nach Nordamerika, wo er 1939 in New York ankommt." (Hergemöller) - Mit ihren kräftigen schwarzen Konturen und dem frischen, bewegten und gleichsam harmonischen Farbspiel fängt Lampel gekonnt den jeweils Porträtierten ein und bleibt doch immer distanzierter Beobachter, der dem Dargestellten bildhaft Freiraum lässt. - 1949 kehrte Lampel nach Deutschland zurück und beteiligte sich mit Hans Jenny Jahnn an der Gründung der Freien Akademie der Künste. Die schlichteren Porträts in Schwarzweiß oder mit Rötel aus den 50er Jahren zeigen u. a. Jungen in variierten Sitzpositionen. - Tlw. etw. fleckig und lichtrandig.

Vgl. Hergemöller S. 715-17 und Kosch S. 834-35 (Biographie).






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