Franz Kline - Untitled


304
Franz Kline
Untitled, 1951.
Brush and India ink drawing
Estimate:
€ 60,000 / $ 69,000
Sold:
€ 59,500 / $ 68,425

(incl. surcharge)
304
Franz Kline
Untitled, 1951.
Brush and India ink drawing
Estimate:
€ 60,000 / $ 69,000
Sold:
€ 59,500 / $ 68,425

(incl. surcharge)
 

Untitled. 1951.
Tuschpinselzeichnung.
Links unten signiert. Links oben hs. bezeichnet "16.". Auf chamoisfarbenem Karton, punktuell auf Pappe aufgelegt, auf Unterlagekarton 24,4 x 17 cm ( 9,6 x 6,6 in), blattgroß.

PROVENIENZ: Helen Serger. La boetie Inc., New York (mit dem Etikett auf dem Unterlagekarton).
Z. Michael Legutko, Lipert Gallery, Brooklyn/New York (mit dem Etikett auf dem Unterlagekarton).
Privatsammlung Süddeutschland.

Franz Kline wird 1910 in Wilkes-Barre in Pennsylvania geboren und gehört zu den führenden Vertretern des abstrakten Expressionismus in den USA. Der Amerikaner studiert 1931 in Bosten an der School of Fine and Applied Arts. 1937 wechselt er an die Heatherly School of Fine Arts in London. 1938 kehrt Kline in seine Heimat zurück. Seine Werke sind ab den 1940er Jahren stark vom Expressionismus und Kubismus beeinflusst. Ab den 1950er Jahren verändert er seinen Stil und orientiert sich an seinen Vorbildern Bradley Walker Tomlin und Wilhelm de Kooning. Es entstehen großformatige, abstrakte Schwarz-Weiß-Bilder, die der Künstler bei seiner ersten Einzelausstellung in der Egan Gallery in New York präsentiert. Die schwungvoll und markante Pinselführung seiner großflächigen Bildkonstruktionen machen den Künstler neben Jackson Pollock zu einem der wichtigsten Vertreter des Action-Paintings.

Franz Kline hat sich in den Arbeiten der 1950er Jahre immer mehr der Farbe Schwarz zugewandt. Er selbst hat in einem zwei Jahre vor seinem Tod geführten Interview zur Frage der Farbe Stellung bezogen: "Farbe scheint sich nie gleich zu verhalten. Nicht einmal dieselbe Farbe tut das. Anders gesagt: wenn man dasselbe Weiß oder Schwarz oder Rot nimmt, scheint es dadurch, daß man es verwendet, nie dasselbe zu sein. Es trocknet nicht auf dieselbe Art [...]. Es scheint etwas zu geben, daß man so viel mit Farbe machen kann und dann fängt man an sie umzubringen [...]" (Franz Kline, in: Vernissage. Zeitschrift zur Ausstellung Franz Kline in Saarbrücken, Saarland Museum, Saarbrücken 1994/95, S. 32). Die gestische Abstraktion, die auch in unserer Tuschzeichnung die Komposition bestimmt, ist eines der wichtigsten Merkmale in späten Arbeiten Klines. Zugleich erinnert sie in ihrer Dramatik an die Bilder aus der gegenständlichen Phase des Künstlers.

Das Museum Ludwig in Köln widmet dem Künstler 1960 eine Einzelausstellung. Ein Jahr später erkrankt er und verstirbt 1962 in New York. [KD]






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